19.10.2014 // Mobilität

Erst Anfang des 20. Jahrhunderts gaben Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens in den Industrienationen Anlass, gewisse Prozesse mit dem Substantiv Mobilität beschreibbar zu machen. Dies geschah zunächst in soziologischer Hinsicht und verfolgte die Absicht berufliche, hierarchische und örtliche Bewegungsdynamiken zu charakterisieren. Damit kanalisierte sich das lateinische Verb movere=bewegen, in der überwiegenden adjektivischen Nutzung mobilis=beweglich, über zahlreiche Substantiveinpflechtungen und Bedeutungsableitungen wie Mobilmachung=Kriegszustand ...

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18.10.2014 // Anarchie

Anarchie: selbst für die Intelligentesten unter uns ein äußerst schwieriges Wort, weil es eine vergangene politische Ahnung der Sinnhaftigkeit von Gleichheit innerhalb einer Gesellschaft mit der stets aktuellen Forderung auf eine absolute individuelle Freiheit verknüpft, wobei sich beide gegenüber dem Vorwurf, allein ein Ausdruck von Chaos zu sein, erwehren müssen. Eben darum hat es das ambitionierte humanistische Reflexionsfeld der Anarchie ...

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17.10.2014 // Bürokratie

Das Interessante an dem Wort Bürokratie ist doch vor allem die Offenheit, mit der es die LebensRealität eines stets beweglichen Menschwerdens – das sich im `Zwischen´ sucht und findet, um darin Geschehen in Veränderung nach eigenen Idealen zu gestalten – in einen über Sprache verstandesvermaßten NormRaum platziert, und von dort her meint, Existenz steuern zu können. In diesem Sinne wird ...

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